...und andere Kuriositäten
Neulich musste ich dezent auf meinem Balkon niesen. Wie auf Stichwort gehorchte ein Apfel den Gesetzten von Newton und verließ seinen angestammten Platz am Ast, um der Erde entgegen zustreben. Darauf folgte eine zweite Niesattacke, der wiederum 2 Äpfel zum Opfer fielen und in Fallobst verwandelte. Ob dieses Zufalls brach ich unwillkürlich in Gelächter aus. Mein selbstredender Nachbar betrat just in dem Moment seine Büh.. äh Balkon und sah mich verwundert an. Er hielt mich wohl für Meschugge, da er nicht den Anlass für meinen Anfall von Heiterkeit erkennen konnte. Er ließ sich aber nicht weiter davon abhalten, sich wieder selbst in ein Gespräch zu verwickeln.
Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht am Freitag im Labor wieder hätte niesen müssen. Dummerweise stieg infolgedessen kurzzeitig das Oszilloskop von einem Kollegen aus. Seitdem raten mir die Kollegen in Zukunft keine Obstplantage mehr zu besuchen und mich auch ansonsten von technischen Einrichtungen fernzuhalten. Ansonsten könnte man mich für den Welthunger mitverantwortlich machen (oder zumindest für den darauf grassierenden Skorbut) und mich wegen industrieller Sabotage verurteilen.
Zufall? Sicher.
Denn am Mohnfeld vor dem Fridericianum in Kassel (documenta-Beitrag), musste ich am Samstag auch niesen und es fiel keine einzige Mohnkapsel oder -blüte zu Boden. Leider. Wahrscheinlich waren zu viele Menschen anwesend, die das Nieskarma störten. Dabei steht der Klatsch- und Schlafmohn in voller Blüte oder ist schon verblüht und trägt seine spezifische Fruchtkapsel. Ich frage mich nur, wer auf die Mohnkapseln aufpasst. Ich habe weit und breit keine Aufseher gesehen. Nur ein kniehoher Draht trennt das Volk von den Feldern. Und da das Mohnfeld auf dem gesamten Platz angelegt ist, dürfte das eine große Ernte ergeben. Ich werde also einmal nachts dorthin gehen und meine neuen Niesfähigkeiten austesten, indem ich eine Niesorgie beginne. Wer hilft mir dann beim einsammeln der Kapseln? Es gibt dann lecker Mohnkuchen oder Germknödel...... oder Granatsplitter - aber ich glaube, es ist eine Legende, dass im Mohnfeld auch Orginal-Tretmienen aus Afghanistan verbuddelt sind.
In diesem Sinne - Gesundheit!
P.S. Im September und Oktober bin ich schon zu Erntezwecken am Bodensee unterwegs.
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Montag, 6. August 2007
Montag, 18. Juni 2007
documenta
So, jetzt ist es passiert. Die documenta XII . hat seit letztem Wochenende die Pforten geöffnet. Und es scheint so, wie als würde jetzt endlich alles in geordneten Bahnen verlaufen. Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) der vielen Startprobleme (der Molekularkoch Ferran Adrià bleibt in Spanien - Außenstelle wird eröffnet; Straßenreinigung entfernt Kunstwerk; die Saat eines Klatschmohnfeldes geht nicht auf) und Kritiken zum Auepavillion (im Gewächshaus hängt die Kunst so kreuz und quer, dass sie sich nicht im einzelnen entfalten kann) kann wohl von einem gelungen Start gesprochen werden. Ich werde jetzt aber nicht niederschreiben, was ich schon alles gesehen habe und was mir gefallen hat und was nicht. Das müsst ihr schon selber herausfinden. Und zwar für Euch. Also kommt mich besuchen.
Freitag, 15. Juni 2007
Mit einem Wisch
...und weg. Für manchen Hausmann (für die emanzipierten auch Hausfrau) ein Segen, für die Straßenreiniger von Kassel ein Fluch.
Donnerstag, 3. Mai 2007
documenta 12 im Anmarsch
In einem anderem Blog (spi) habe ich schon einmal über den monumentalen Neubau, der im Auepark entsteht, berichtet. Damals stellte ich mir die sinnige Frage, ob die Maulwurf-Jagdsaison eröffnet wurde. Nun, einige Monate nach Beginn der Umwälzarbeiten auf einer der schönsten Grünflächen, ist das Kunstwerk vollbracht. Angekündigt als wegweisende Architektur (u.a. mit der monströsen Bezeichnung Glaspalast) entstand eine sehr nette Gewächshausanlage, die jedem Tulpenfanatiker Tränen des Glücks in die Augen treiben würde. Bei den Kunstinteressierten hingegen stößt das Bauwerk (das immerhin 3,9 Mio. € verschlungen haben soll, so wird kolportiert) auf allerlei Spott und Skepsis. Und sogar die Architekten streiten sich mittlerweile mit den Kuratoren um den Bau. Aber jeder sollte sich einen eigenen Eindruck verschaffen. Insofern lade ich wieder einmal herzlich zur kommenden documenta 12 ein. Meine Türen stehen Euch (im übertragenen Sinne - bitte kündigt Euer Kommen rechtzeitig an) jederzeit offen.
Und damit Ihr schon mitreden könnt, ein paar Bilder von der neuen Gärtnerei im Auepark, die Mitte Juni eröffnet wird.
Wenn man in den Auepark hinabblickt, ist die Gewächs- hausreihe als solche deutlich erkennbar - wenn man es weiß. Ansonsten könnte man es auch für eine Tennishalle halten.

Doch bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Höhenabmaße für eine Tennishalle zu niedrig sind.

Schlimm ist jedoch, dass der (Aus-)Blick zur einen Seite des Glas- pavillons von diesem ekel- haften, völlig überalterten Bau, auch genannt Orangerie, ver- stellt und ver- schandelt wird.

Dadurch entsteht folgenden Komposition, die (noch) für einige Diskussion sorgen wird.
Aber wenigstens in der Frontalansicht wird der Kasseler Schandfleck vom Aue-Pavillon zum Großteil verdeckt. Die weißen Streben, die auf dem Photo vom Dach zum Boden führen, sind nicht nur aus ästhetischen Gründen angebracht, sondern versorgen die Anlage mit kühler Luft.
Im Inneren erwarten einen, für Gewächs- häuser recht ungewohnte, kühle Luft. Auch deshalb sind die 3,9Mio € keineswegs in den Wind geblasen, denn darin stecken (wahr- scheinlich) schon die Energiekosten....
Schade, dass der wegweisende Bau nach der documenta wieder verschwindet (man kolportiert, ein Holländer würde sich dafür interessieren - die ollen Tulpenschänder..äh..-züchter).
Abschließend wollen wir noch die Kasselaner (Eingeborenen) und Kasseler (Zugezogenen) zu Wort kommen lassen.
Äh, ok - man kann es auch als sexistischen Diskreditierung auffassen. So ist es aber hier nicht gemeint. Bestimmt nicht.
Und damit Ihr schon mitreden könnt, ein paar Bilder von der neuen Gärtnerei im Auepark, die Mitte Juni eröffnet wird.
Doch bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Höhenabmaße für eine Tennishalle zu niedrig sind.
Schlimm ist jedoch, dass der (Aus-)Blick zur einen Seite des Glas- pavillons von diesem ekel- haften, völlig überalterten Bau, auch genannt Orangerie, ver- stellt und ver- schandelt wird.
Dadurch entsteht folgenden Komposition, die (noch) für einige Diskussion sorgen wird.
Aber wenigstens in der Frontalansicht wird der Kasseler Schandfleck vom Aue-Pavillon zum Großteil verdeckt. Die weißen Streben, die auf dem Photo vom Dach zum Boden führen, sind nicht nur aus ästhetischen Gründen angebracht, sondern versorgen die Anlage mit kühler Luft.
Schade, dass der wegweisende Bau nach der documenta wieder verschwindet (man kolportiert, ein Holländer würde sich dafür interessieren - die ollen Tulpenschänder..äh..-züchter).
Abschließend wollen wir noch die Kasselaner (Eingeborenen) und Kasseler (Zugezogenen) zu Wort kommen lassen.
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