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Freitag, 20. Juni 2008
Der Pawlowsche Effekt
ist ganz einfach zu erklären. Kaum höre ich eine Autohupe, verzieht sich mein Mund zu einem leicht debilen Grinsen und meine Kopfschmerzen verfliegen im Nu.
Freitag, 13. Juni 2008
Freitag, der 13.
Da wollte jemand heute dem Glück nachhelfen und verteilte Bananen auf dem Gehweg. Pech - bin leider auf keine getreten.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Da zappeln die Schweine
Bei meiner Literaturrecherche zum Thema Ansys (Simulationsprogramm) bin ich auf folgenden Titel einer Arbeit gestoßen: "Untersuchungen zur Stromdichteverteilung im Schweinekopf bei der Elektrobetäubung". Mensch, hätte nicht gedacht, dass die Elektrotechnik auch solche Themen behandelt. Natürlich nur simuliert, versteht sich. Ich möchte jetzt aber nicht wissen, welche Arbeiten in den USA auftauchen ("Erhöhung der Kreisströme im menschlichen Körper und deren Folgen"?). Und gibt es dann auch eine Fachkonferenz? Wie die wohl heißt (z.Bsp. Death simulation conference - kurz DSC)?
None of my business - Schwein gehabt.
Edit: Ich habe noch einen tollen Titel gefunden: " Optimierung der Schneidqualität oszillierender Knochensägen". Jetzt mache ich mir Sorgen. Mit dem Simulationsprogramm kann man auch Gasströme untersuchen....
None of my business - Schwein gehabt.
Edit: Ich habe noch einen tollen Titel gefunden: " Optimierung der Schneidqualität oszillierender Knochensägen". Jetzt mache ich mir Sorgen. Mit dem Simulationsprogramm kann man auch Gasströme untersuchen....
Freitag, 9. Mai 2008
Woran merkt man,
dass die wärmere Jahreszeit beginnt? - Wenn die Frontschutzscheibe nach einer kleinen Reise eher einem halb dursichtigen Paravan ähnelt. Letzten Sonntag war es soweit. Vier Tage davor hatte ich auf der Hinreise noch keine einzige Mücke getroffen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Kein Schnee zu Weihnachten?
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Ode an ein Fahrrad
Tja, es ist wohl so weit. Mein Jahr in Holland ist fast rum und es überkommt mich eine sentimentale Stimmung. Das liegt weniger an den Holländern, als viel mehr an meinem treuen Fahrrad. Das werd ich morgen nämlich verkaufen. Ja, das Fahrrad ist noch echte holländische Wertarbeit und hat nicht einmal in diesem Jahr versagt.
Außerdem kann ich jetzt Fahrrad fahren ohne das ich eine Bremse brauche. Okay, ich werde das in Ilmenau nicht ausprobieren aber hier in Leiden hat das immer gut geklappt, ich habe in einem Jahr nur einen Sturz zu beklagen. Selbst im betrunkenen Zustand kannte es den Weg und hat mich immer sicher nach Hause gebracht. Ja, so ein Fahrrad ist schon was feines und in Holland überlebens wichtig. Als Fußgänger hast du hier nämlich keine Chance. Nun heißt es wohl Abschied nehmen... Insgeheim hoffe ich ja, dass ich das Fahrrad nächste Woche gegen einen Schlitten in Ilmenau eintauschen kann.... Also sorgt für Schnee...
Sonntag, 2. Dezember 2007
kein BEAT und erst recht keine STEAKS
Da hat sich der liebe Arnim doch tatsächlich eine Stimmbandentzündung geholt. So ein Mist! Aber die Fahrt hat sich auch ohne Konzert gelohnt:
lecker Pizza beim Lieblingsitaliener, ganz viel Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, jede Menge Bier und ein Virus zu viel im Mata Hari, ein schöner Kinobesuch und eine Hörbuchtour mit Christoph Maria Herbst durch den Sturm nach Hause.
lecker Pizza beim Lieblingsitaliener, ganz viel Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, jede Menge Bier und ein Virus zu viel im Mata Hari, ein schöner Kinobesuch und eine Hörbuchtour mit Christoph Maria Herbst durch den Sturm nach Hause.
Mittwoch, 14. November 2007
Sinnlos
Vor einer halben Stunde hab ich alle Weg und die Einfahrt vom Schnee befreit. Von dieser selbstlosen und heroischen Tat ist nun nichts mehr zu sehen. Ganz toll!
Freitag, 9. November 2007
Keinen Tropfen mehr...

Nachdem die Deiche heute stand gehalten haben(außer auf Texel das ist unter Wasser; Bild unten) und die Niederländer dank guter Technik
(Bild oben; Hafen von Rotterdam da sind die Schotten dicht) wieder einmal verhindert haben das Aachen am Meer liegt, hab ich diese Nacht fast gar nicht geschlafen (alle halbe Stunde nen Hagelschauer auf mein Dachfenster!!!) und heute mal ausprobiert wie das so ist bei Windstärke 8 Fahrrad zu fahren. Man kann fahren, allerdings nicht immer dahin wo man hin will... Viel lustiger ist aber wenn es dabei noch hagelt und man die ganze Zeit das Gefühl hat eine Akupunkturbehandlung am ganzen Körper zu bekommen. Holland gefällt mir immer besser...Tja, nur sind die Grachten jetzt voll, die Mühlen laufen und ich sage euch wenn das weiter regnet muß ich mir noch Gummistiefel kaufen oder gleich nen Gummiboot... 

Freitag, 19. Oktober 2007
Pinkelpause
Na, da haben meine Nachbarn aber wieder einmal dolle gefeiert. Muss mächtig 'was los gewesen sein. Vor allem die sanitäre Einrichtung muss stark frequentiert gewesen sein, so dass einer der beiden Hausherren auf den Balkon ausweichen musste, um den eigenen Flüssigkeitshaushalt wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bringen. Wasser Marsch in den Blumenkübel und darüber hinaus. Zum Glück war das mein horizontaler Nachbar und nicht einer aus der vertikalen Ebene, da ich zum gleichen Zeitpunkt auf meinem Balkon stand, um nach frischer Luft zu schnappen. Das hätte leichten Nieselregen verursacht. Und so wie er gestöhnt hat, muss es auch furchtbar dringend gewesen zu sein. Sein danach geschäftiges Treiben auf dem Balkon (laut Bierkästen umstapeln) sollte den Vorgang vertuschen, doch weder ich noch die Partygäste in der Küche blieb sein ursprüngliches Tun verborgen. Das gab ein Hallo, als er den Balkon verließ.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Streß
Ich dachte immer Streß in der Diplomarbeitsphase ist was für Anfänger. Jetzt hats mich wohl auch erwüscht. Mein rechtes Auge zuckt. Ich hoffe es kommen nicht noch andere Ticks dazu.
Naja, hilft ja alles nichts. Dann schreib ich jetzt mal wieder zuckend ein paar intelligente Sätze in meine Arbeit.
Naja, hilft ja alles nichts. Dann schreib ich jetzt mal wieder zuckend ein paar intelligente Sätze in meine Arbeit.
Montag, 15. Oktober 2007
Haargel
Was ich mich seit Tagen unablässig frage, während ich in der Bibliothek meine Stunden absitze:
Warum zum Teufel haben alle niederländischen Männer drei Kilo Haargel auf ihrem Kopf?
Nicht das sie dadurch tollere Frisuren hätten oder sie das schöner machen würde; Nein, man bekommt das Gefühl das die hier entweder alle zum gleiche Friseur gehen, der größte Produzent von Haargel in den Niederlanden sitzt und sie damit ihre Wirtschaft ankurbeln wollen oder sie das ganze als Sturzhelmersatz fürs viele Fahradfahren brauchen.
Heute hätte ich fast einen gefragt, ob ich das mal anfassen darf. Dann habe ich mir allerdings vorgestellt, dass das ganze sich anfühlen muß wie Wildschwein und beschlossen, dass ich das definitiev nicht wissen will.
Interessant wäre ja mal wie hoch der Haargelabsatz in den Niederlanden ist!? Bisher dachte ich das die Italiener ganz vorne liegen. Kann man über so was eine Magisterarbeit schreiben? Titel: Die Entwicklung der Haargelindustrie in den Niederlanden und die Folgen für die (männliche) Bevölkerung. Ich muß mit meinem Dozenten sprechen...
Warum zum Teufel haben alle niederländischen Männer drei Kilo Haargel auf ihrem Kopf?
Nicht das sie dadurch tollere Frisuren hätten oder sie das schöner machen würde; Nein, man bekommt das Gefühl das die hier entweder alle zum gleiche Friseur gehen, der größte Produzent von Haargel in den Niederlanden sitzt und sie damit ihre Wirtschaft ankurbeln wollen oder sie das ganze als Sturzhelmersatz fürs viele Fahradfahren brauchen.
Heute hätte ich fast einen gefragt, ob ich das mal anfassen darf. Dann habe ich mir allerdings vorgestellt, dass das ganze sich anfühlen muß wie Wildschwein und beschlossen, dass ich das definitiev nicht wissen will.
Interessant wäre ja mal wie hoch der Haargelabsatz in den Niederlanden ist!? Bisher dachte ich das die Italiener ganz vorne liegen. Kann man über so was eine Magisterarbeit schreiben? Titel: Die Entwicklung der Haargelindustrie in den Niederlanden und die Folgen für die (männliche) Bevölkerung. Ich muß mit meinem Dozenten sprechen...
Montag, 27. August 2007
Merke -
wenn Du gerade aufgestanden bist, niemals versuchen die Ohrstöpsel deines Abspielgerätes parallel zur Kippe ihren bevorzugten Bestimmungen zuzuführen. Kann zu Koordinationsproblemen führen und sieht verdammt scheiße aus (oder witzig, kommt auf den Betrachter an). Wenigstens sind dann die Ohren sauber..... ähm, die Ohrstöpsel in gewisser Weise auch....
Zum Glück habe ich heute morgen noch einmal inne gehalten und alles sauber überdacht.
Zum Glück habe ich heute morgen noch einmal inne gehalten und alles sauber überdacht.
Montag, 6. August 2007
Fröhlich einen zisseln
Ach, die lieben Kollegen. Sagen einem immer Bescheid, wenn unwichtiges ansteht. Aber wenn man einen halben Tag von der Uni frei bekommt, um fröhlich einen zu zisseln, verschweigen sie das lieber. Schweine! Und ich wundere mich über das Echo nach dem Mittagessen. Haben wohl Angst, dass ich alles wieder einmal verniese. Scheißegal. Anruf erhalten (wo ich denn bleibe!), Treffpunkt ausgemacht. Zissel, ich komme!
Die Welt des Mohn...
...und andere Kuriositäten
Neulich musste ich dezent auf meinem Balkon niesen. Wie auf Stichwort gehorchte ein Apfel den Gesetzten von Newton und verließ seinen angestammten Platz am Ast, um der Erde entgegen zustreben. Darauf folgte eine zweite Niesattacke, der wiederum 2 Äpfel zum Opfer fielen und in Fallobst verwandelte. Ob dieses Zufalls brach ich unwillkürlich in Gelächter aus. Mein selbstredender Nachbar betrat just in dem Moment seine Büh.. äh Balkon und sah mich verwundert an. Er hielt mich wohl für Meschugge, da er nicht den Anlass für meinen Anfall von Heiterkeit erkennen konnte. Er ließ sich aber nicht weiter davon abhalten, sich wieder selbst in ein Gespräch zu verwickeln.
Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht am Freitag im Labor wieder hätte niesen müssen. Dummerweise stieg infolgedessen kurzzeitig das Oszilloskop von einem Kollegen aus. Seitdem raten mir die Kollegen in Zukunft keine Obstplantage mehr zu besuchen und mich auch ansonsten von technischen Einrichtungen fernzuhalten. Ansonsten könnte man mich für den Welthunger mitverantwortlich machen (oder zumindest für den darauf grassierenden Skorbut) und mich wegen industrieller Sabotage verurteilen.
Zufall? Sicher.
Denn am Mohnfeld vor dem Fridericianum in Kassel (documenta-Beitrag), musste ich am Samstag auch niesen und es fiel keine einzige Mohnkapsel oder -blüte zu Boden. Leider. Wahrscheinlich waren zu viele Menschen anwesend, die das Nieskarma störten. Dabei steht der Klatsch- und Schlafmohn in voller Blüte oder ist schon verblüht und trägt seine spezifische Fruchtkapsel. Ich frage mich nur, wer auf die Mohnkapseln aufpasst. Ich habe weit und breit keine Aufseher gesehen. Nur ein kniehoher Draht trennt das Volk von den Feldern. Und da das Mohnfeld auf dem gesamten Platz angelegt ist, dürfte das eine große Ernte ergeben. Ich werde also einmal nachts dorthin gehen und meine neuen Niesfähigkeiten austesten, indem ich eine Niesorgie beginne. Wer hilft mir dann beim einsammeln der Kapseln? Es gibt dann lecker Mohnkuchen oder Germknödel...... oder Granatsplitter - aber ich glaube, es ist eine Legende, dass im Mohnfeld auch Orginal-Tretmienen aus Afghanistan verbuddelt sind.
In diesem Sinne - Gesundheit!
P.S. Im September und Oktober bin ich schon zu Erntezwecken am Bodensee unterwegs.
Neulich musste ich dezent auf meinem Balkon niesen. Wie auf Stichwort gehorchte ein Apfel den Gesetzten von Newton und verließ seinen angestammten Platz am Ast, um der Erde entgegen zustreben. Darauf folgte eine zweite Niesattacke, der wiederum 2 Äpfel zum Opfer fielen und in Fallobst verwandelte. Ob dieses Zufalls brach ich unwillkürlich in Gelächter aus. Mein selbstredender Nachbar betrat just in dem Moment seine Büh.. äh Balkon und sah mich verwundert an. Er hielt mich wohl für Meschugge, da er nicht den Anlass für meinen Anfall von Heiterkeit erkennen konnte. Er ließ sich aber nicht weiter davon abhalten, sich wieder selbst in ein Gespräch zu verwickeln.
Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn ich nicht am Freitag im Labor wieder hätte niesen müssen. Dummerweise stieg infolgedessen kurzzeitig das Oszilloskop von einem Kollegen aus. Seitdem raten mir die Kollegen in Zukunft keine Obstplantage mehr zu besuchen und mich auch ansonsten von technischen Einrichtungen fernzuhalten. Ansonsten könnte man mich für den Welthunger mitverantwortlich machen (oder zumindest für den darauf grassierenden Skorbut) und mich wegen industrieller Sabotage verurteilen.
Zufall? Sicher.
Denn am Mohnfeld vor dem Fridericianum in Kassel (documenta-Beitrag), musste ich am Samstag auch niesen und es fiel keine einzige Mohnkapsel oder -blüte zu Boden. Leider. Wahrscheinlich waren zu viele Menschen anwesend, die das Nieskarma störten. Dabei steht der Klatsch- und Schlafmohn in voller Blüte oder ist schon verblüht und trägt seine spezifische Fruchtkapsel. Ich frage mich nur, wer auf die Mohnkapseln aufpasst. Ich habe weit und breit keine Aufseher gesehen. Nur ein kniehoher Draht trennt das Volk von den Feldern. Und da das Mohnfeld auf dem gesamten Platz angelegt ist, dürfte das eine große Ernte ergeben. Ich werde also einmal nachts dorthin gehen und meine neuen Niesfähigkeiten austesten, indem ich eine Niesorgie beginne. Wer hilft mir dann beim einsammeln der Kapseln? Es gibt dann lecker Mohnkuchen oder Germknödel...... oder Granatsplitter - aber ich glaube, es ist eine Legende, dass im Mohnfeld auch Orginal-Tretmienen aus Afghanistan verbuddelt sind.
In diesem Sinne - Gesundheit!
P.S. Im September und Oktober bin ich schon zu Erntezwecken am Bodensee unterwegs.
Samstag, 4. August 2007
die Uhr tickt...
...und bis zum 05.02.2008 wird sie immer lauter.
Also bitte nicht mehr das böse Wort mit "D" in meiner Gegenwart verwenden!
Also bitte nicht mehr das böse Wort mit "D" in meiner Gegenwart verwenden!
Dienstag, 3. Juli 2007
Vorschlag für den Eurovision Song Contest
Wie ich den gefunden habe? Ganz einfach: Man ruft unbedarft im hausinternen Telefondschungel jemanden an, von dem man meint, dass er etwas zu sagen hätte. Der fühlt sich wahlweise überfordert oder nicht zuständig und es beginnt eine lange Odyssee durch das gesamt Telefonnetz der Universität. Man ist schon dankbar, wenn man direkt weitergeleitet wird ohne eine Nummer zu wählen. Manchmal gelangt man dann auch in eine Warteschleife. Und die ist mit Stille erfüllt. Meistens. Nicht so heute morgen. Da quäkt ein Song während der Wartezeit in mein Ohr, so dass ich gleich auf Durchzug schalte. Auf einmal erklingt ein "Uni Kassel" und ich beginne automatisch mich mit meinem Namen zu melden und mein Begehr runterzuspulen. Ich habe noch nicht einmal vollständig meinen Namen ausgesprochen, da dämmert es mir. Idiot! Das "Uni Kassel" ist Teil des Refrains von dem Warteschleifeneinspieler, der mir aus dem Hörer entgegenplärrt. Ich bin fassungslos und amüsiert. Die Universität hat tatsächlich einen eigenen Song (der sehr schnell zu finden war, wird ja schließlich vermarktet). Hüstel, hüstel - ich lasse jeden sein eigenes Urteil bilden. Ich bin da leider befangen. Aber die Empfehlung sei hier trotzdem angebracht: man muss nicht alles nachahmen, aber echte Kerle lassen sich davon nicht abhalten.
Das Ende vom Lied war übrigens, dass ich, nachdem sich jemand mit "Uni Kassel" und seinem Namen am anderen Ende der Leitung gemeldet hatte, kurz abwartete, ob nicht doch noch einmal der Refrain erklingt. Vergebens.
Das Ende vom Lied war übrigens, dass ich, nachdem sich jemand mit "Uni Kassel" und seinem Namen am anderen Ende der Leitung gemeldet hatte, kurz abwartete, ob nicht doch noch einmal der Refrain erklingt. Vergebens.
Freitag, 29. Juni 2007
Mein Nachbar, das (unbekannte) Wesen
Da stiefelt einer meiner Nachbarn um halb ein Uhr nachts auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen. Soweit nichts besonderes. Jedenfalls nicht für mich, da ich gerade selber bei meinem Gute-Nacht-frische-Luft-schnappen auf meiner rostigen Balustrade saß. Nur gehe ich selten in Boxershorts und T-Shirt mit meinem Laptop auf den Balkon, setzte mich damit auf Bierkästen, um dann (für den Außenstehenden) wirre Selbstgespräche zu führen . Auszug gefällig? " [..] Scheiße - ich muss unbedingt fi****! Wie mach' ich das jetzt? Boah, so ein Mist! Was läuft da denn.... Ich muss das unbedingt fertig kriegen. [..] Schweine! [..]" Leider ging ein großer Teil des Monologes durch heftige Böen und/oder durch sein zeitweises geflüstertes Gebrabbel unter. Schade, denn ich habe nichts gegen eine moderne Shakespeareaufführung. Oder war es doch eher die Moderne mit klassischem Einschlag, die mir geboten wurde. Prägend für die Moderne waren der Sprachausdruck und das ostinate Auftauchen von Kernsätzen ( [..] "Scheiße, ich schaff' das!" [..] ), die auf einen melodramatischen, unsichtbaren Klimax hinarbeiteten. Klassisch empfand ich hingegen die tragikomische Figur und Schauspielleistung. An wen oder welches Stück hat mich das nur erinnert? Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass nach einer Weile der Konfusion, Irritation und Amüsements die Vorstellung ermüdend wurde (wie es leider manchmal bei klassisch-modernen Aufführungen der Fall sein kann) und ich die selbige vorzeitig abbrach, indem ich unbesehen und unbemerkt aus meiner Loge .. äh von meinem Balkon verschwand. Tja, keine Ausdauer und Sitzfleisch mehr für junge Dramaturgen.
Im Bett kam mir der Gedanke, dass ich meinem Nachbarn 'mal nahelegen sollte, mit einem Stück von Sophokles zu beginnen, bevor er dann "Die Physiker" von Dürrenmatt einstudiert. Aber nicht das ihr jetzt denkt, mein Nachbar sei krank. Er ist ..mmh.. höchstens seltsam.
In diesem Sinne - "Der beste Schauspieler ist man sich selbst." (Dr. M. Hinrich)
Oder - documenta XII. at its best - Kunst findet überall statt.
Ich weiß nur, dass nach einer Weile der Konfusion, Irritation und Amüsements die Vorstellung ermüdend wurde (wie es leider manchmal bei klassisch-modernen Aufführungen der Fall sein kann) und ich die selbige vorzeitig abbrach, indem ich unbesehen und unbemerkt aus meiner Loge .. äh von meinem Balkon verschwand. Tja, keine Ausdauer und Sitzfleisch mehr für junge Dramaturgen.
Im Bett kam mir der Gedanke, dass ich meinem Nachbarn 'mal nahelegen sollte, mit einem Stück von Sophokles zu beginnen, bevor er dann "Die Physiker" von Dürrenmatt einstudiert. Aber nicht das ihr jetzt denkt, mein Nachbar sei krank. Er ist ..mmh.. höchstens seltsam.
In diesem Sinne - "Der beste Schauspieler ist man sich selbst." (Dr. M. Hinrich)
Oder - documenta XII. at its best - Kunst findet überall statt.
Dienstag, 19. Juni 2007
Auf der Suche nach meinem Kopf
Gestern Abend wollte ich mich, bevor ich mich in die heiligen Hallen des Fridericianums begab, noch einmal technisch aufrüsten und betrat zu diesem Zwecke eine der Multimediastores, die es in Kassel ebenso wie in anderen urbanen Kreisen zuhauf gibt. Dort gesellte sich ein technischer Fortschritt wie Kassettenadapter für Klinge (Fachchinesisch) zum anderen, so dass ich reich bepackt der Kasse entgegen strebte, um mein Vermögen weiter zu dezimieren. Als an der Kasse der Betrag ausgerufen wurde ("hunndertainundraissicheuroschnippes!!"- mir tun jetzt noch die Ohren weh), bekam ich ein Déja-vue. Nein, meinen Schlüssel hatte ich noch bei mir. Aber meine EC-Karte war weg. Und in Ermangelung des nötigen Barvermögens, musste ich die Kassiererin darum bitten, meine Ware zurückzulegen. Nach kurzem Nachdenken kam mir die Erinnerung, wo ich die Karte zuletzt eingesetzt hatte - am Sonntag beim Kauf meiner Dauerkarte und den Katalogen für die documenta XII. Dummerweise an einer Kasse, die am Fuße des Herkulesdenkmals liegt: Wilhelmshöher Schloss. Also weit weg von der Innenstadt, in der ich wie ein begossener Pudel stand. Damit begann eine Odyssee, zu der ich mich nur kurz äußern möchte: keiner hatte so richtig Ahnung, an wen ich mich wenden sollte (vom Servicetelefon der documenta zur Gaderobe verwiesen, über Fundbüro, über Polizei (die mich zum städtischen Fundbüro schicken wollte, bei euch piept's!), über Kasse zum Kassendienst getorkelt). Während dieses kafkaesken Rundgangs stieg in mir immer mehr die Unsicherheit auf, ob ich die Karte auch wirklich am besagten Kassenhaus vergessen hatte oder ob ich sie nicht gar irgendwo unterwegs verloren hatte. Zur Sicherheit wollte ich meine Karte sperren. Aber wie lautet die Nummer meiner Bank? Toll - einfach nachschauen, steht ja auf der Karte - großes Kino. Auch das war eine kleine Odyssee durch das deutsche Telefonnetz. Schlussendlich beim Kassendienst angekommen, vertrösteten mich die dortigen Angestellten auf den nächsten Morgen, da sie nicht an den Tresor gelangten, in dem fremde Geldkarten und andere Wertgegenstände aufbewahrt werden, weil der Tresorverwalter zur vermaledeiten Kasse unterwegs war. Ganze 5 Minuten haben mir gefehlt. Die Odyssee hätte man auch abkürzen können, wäre ich nur gleich an eine kompetente Frau wie die Kassiererin gelangt. Naja, der Schluss ist schnell erzählt. Heute morgen beim Kassendienstverwalter aufgetaucht, mich ausgewiesen und tatsächlich meine Karte zurück erhalten.
Nur seit gestern Abend kommen mir immer wieder erheblich Zweifel, an meinem eigenen geistigen Zustand. Das begann, als ich meine Brille über ein Viertelstunde in der Wohnung suchte. In nächster Zeit werde ich mich wohl fragen müssen, wo mein Autoschlüssel, Geldbeutel, Handy, Haare, Zähne und der gesamte Kopf verblieben sind. In diesem Sinne schönen Tag noch und... äh.. jetzt habe ich es vergessen, was ich schreiben wollte. Wusste ich es doch! Ich habe Alzh...äh...*sabber*...Ja und schönen Tag noch. Euch allen mit Hirn und Unverstand.
Nur seit gestern Abend kommen mir immer wieder erheblich Zweifel, an meinem eigenen geistigen Zustand. Das begann, als ich meine Brille über ein Viertelstunde in der Wohnung suchte. In nächster Zeit werde ich mich wohl fragen müssen, wo mein Autoschlüssel, Geldbeutel, Handy, Haare, Zähne und der gesamte Kopf verblieben sind. In diesem Sinne schönen Tag noch und... äh.. jetzt habe ich es vergessen, was ich schreiben wollte. Wusste ich es doch! Ich habe Alzh...äh...*sabber*...Ja und schönen Tag noch. Euch allen mit Hirn und Unverstand.
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