In einem anderem Blog (spi) habe ich schon einmal über den
monumentalen Neubau, der im Auepark entsteht, berichtet. Damals stellte ich mir die sinnige Frage, ob die Maulwurf-Jagdsaison eröffnet wurde. Nun, einige Monate nach Beginn der Umwälzarbeiten auf einer der schönsten Grünflächen, ist das Kunstwerk vollbracht. Angekündigt als wegweisende Architektur (u.a. mit der monströsen Bezeichnung Glaspalast) entstand eine sehr nette Gewächshausanlage, die jedem Tulpenfanatiker Tränen des Glücks in die Augen treiben würde. Bei den Kunstinteressierten hingegen stößt das Bauwerk (das immerhin 3,9 Mio. € verschlungen haben soll, so wird kolportiert) auf allerlei Spott und Skepsis. Und sogar die Architekten streiten sich mittlerweile mit den Kuratoren um den
Bau. Aber jeder sollte sich einen eigenen Eindruck verschaffen. Insofern lade ich wieder einmal herzlich zur kommenden documenta 12 ein. Meine Türen stehen Euch (im übertragenen Sinne - bitte kündigt Euer Kommen rechtzeitig an) jederzeit offen.
Und damit Ihr schon mitreden könnt, ein paar Bilder von der neuen Gärtnerei im Auepark, die Mitte Juni eröffnet wird.
Wenn man in den Auepark hinabblickt, ist die Gewächs- hausreihe als solche deutlich erkennbar - wenn man es weiß. Ansonsten könnte man es auch für eine Tennishalle halten.
Doch bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Höhenabmaße für eine Tennishalle zu niedrig sind.

Schlimm ist jedoch, dass der (Aus-)Blick zur einen Seite des Glas- pavillons von diesem ekel- haften, völlig überalterten Bau, auch genannt Orangerie, ver- stellt und ver- schandelt wird.

Dadurch entsteht folgenden Komposition, die (noch) für einige Diskussion sorgen wird.
Aber wenigstens in der Frontalansicht wird der Kasseler Schandfleck vom Aue-Pavillon zum Großteil verdeckt. Die weißen Streben, die auf dem Photo vom Dach zum Boden führen, sind nicht nur aus ästhetischen Gründen angebracht, sondern versorgen die Anlage mit kühler Luft.

Im Inneren erwarten einen, für Gewächs- häuser recht ungewohnte, kühle Luft. Auch deshalb sind die 3,9Mio € keineswegs in den Wind geblasen, denn darin stecken (wahr- scheinlich) schon die Energiekosten....
Schade, dass der wegweisende Bau nach der documenta wieder verschwindet (man kolportiert, ein Holländer würde sich dafür interessieren - die ollen Tulpenschänder..äh..-züchter).
Abschließend wollen wir noch die Kasselaner (Eingeborenen) und Kasseler (Zugezogenen) zu Wort kommen lassen.

Äh, ok - man kann es auch als sexistischen Diskreditierung auffassen. So ist es aber hier nicht gemeint. Bestimmt nicht.
Da war doch ein Holländer am Werk! Das sieht genauso aus wie bei uns hinterm Haus! also zum Gewächshausbesichtigen seit ihr natürlich auch nach Leiden eingeladen ;)
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